Gustav Brude

Gustav Brude (1900–1990) wuchs in Großdeinbach auf. Nach dem Ersten Weltkrieg absolvierte er eine landwirtschaftliche Ausbildung und studierte ab 1922 Agrar- und Naturwissenschaften in Halle und Leipzig. Nach seiner Promotion arbeitete er als Gutsbeamter sowie als Lehrer für junge Landwirte in Württemberg und Sachsen. Ab 1937 war er in Stuttgart tätig. Er heiratete 1929 Gertrud Broscheck.

Im Zweiten Weltkrieg diente Brude als Landwirtschaftsoffizier in Frankreich und Rom, bevor er nach amerikanischer Gefangenschaft 1946 nach Württemberg zurückkehrte. Da die Stuttgarter Wohnung zerstört war, zog die evakuierte Familie erst nach seiner Anstellung im Landwirtschaftsministerium wieder dorthin. Er erhielt das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

In der Nachkriegszeit widmete sich Brude intensiv der Erforschung seiner Heimatregion um Großdeinbach. Diese regionalgeschichtlichen Forschungen über das Landschaftsgebiet Haselbachtal, die Flößerei, Glashüttenforschung, Mittelalterliche Dorfordnungen und Staufische Freibauern1 vertiefte er im Ruhestand. Zum 700. Ortsjubiläum von Großdeinbach im Jahr 1971 veröffentlichte er eine umfangreiche Chronik2. Brude verstarb am 23. Oktober 1990 in Neu-Anspach.

Quelle: https://www.schwaebisch-gmuend.de/pressedetails/750-jahre-grossdeinbach.html

Verfasserschaft von Gustav Brude

Gründe für Relevanz von Gustav Brude

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

1Staufische Freibauern. In: ostalb/einhorn. Heft 13, 1977, S. 35–38.

27. September 2021 Ortschronik Gustav Brude https://www.schwaebisch-gmuend.de/pressedetails/750-jahre-grossdeinbach.html Abgerufen 28.6.2026

Gustav Brude im Haselbachtal: