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W. Keim
Menschenrecht Informationszugangsfreiheit
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Gerichtsentscheidungen
lEKMR Art. 46: Staat an Entscheidung des EGMR gebunden
lLG Mainz  (1 QS 25/98): Gerichte dürfen nicht EGMR folgen, nur Gesetzgeber
lVerbraucherzentrale: OLG S-H Az:4 LB 30/04: Eigentumsrecht im GG, Verbraucherschutz nicht, keine Revision
lBVerwG 7 C 3.11 und 4.11 – Urteile vom 3.11.2011: IFG umfasst Regierungshandeln
Akteneinsichtanträge werden weiterhin mit Hinweis auf Abs. 1 des § 147 StPO (Rechtsanwalt notwendig) abgelehnt, auf die Möglichkeit Kopien zu erlangen (Abs. 7 des § 147 StPO) wird nicht hingewiesen.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte im Dezember 2002 das Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein vergebens um Auskunft über Beanstandungen bei Füllmengenkontrollen gebeten.  In vielen Fällen war unkorrekte Abfüllpraxis der Unternehmen festgestellt worden: Viele Verpackungen hatten deutlich weniger Inhalt als angegeben. Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein schützt "Gesetzesverstöße als Betriebsgeheimnis".  "Unternehmensinteressen haben Vorrang vor Verbraucherschutz". Wo bleiben der Schutz des Eigentums der Verbraucher und der ehrlichen Produzenten?
Die Bundesverwaltung versuchte vergeblich mit dem Begriff Regierungshandeln die ohnehin bescheidenen Einsichtsrechte noch weiter zu beschneiden.